Mittwoch, 7. Januar 2009 |
Auf der Entwicklerkonferenz Xtopia hat Microsoft heute sein weltweites Programm BizSpark vorgestellt. Damit will der Softwarekonzern IT-Unternehmen in der Gründungsphase in Deutschland und 36 weiteren Ländern unterstützen. Für eine Programmgebühr von 100 US-Dollar erhalten die Unternehmen vollen Zugang zu Microsofts Entwicklungssoftware und Servertechnologien, die schnell und unkompliziert als Download zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus profitieren die Start-ups von der Verbindung zu Netzwerkpartnern in der ganzen Welt und gewinnen so an globaler Sichtbarkeit für Kunden, Investoren und Partner. Microsoft will damit sein Engagement für High-Tech-Start-ups ausbauen und bereits bestehende Förderprogramme wie die deutsche High-Tech-Gründerinitiative "unternimm was." und das weltweite "Accelerator Program" ergänzen.
Die Schwelle zur Aufnahme in das Programm ist bewusst niedrig gehalten: BizSpark ist offen für alle nicht-börsennotierten IT-Start-ups mit einem software-basierten Produkt- und Serviceangebot. Der Start des Geschäftsbetriebes der Firma darf zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht länger als drei Jahre zurückliegen und der jährliche Umsatz muss weniger als eine Million US-Dollar betragen. Bewerben können sich auch Start-ups, die die formale Unternehmensgründung noch nicht vollzogen haben.
Schwerpunkt der Förderung durch BizSpark ist der schnelle und unkomplizierte Zugang zu Entwicklungstools und Plattformtechnologien. Ebenso im Programm enthalten sind Lizenzen für Serverprodukte, um eine Web- oder SaaS-Anwendung ("Software as a Service") auch produktiv zu betreiben. Für die Nutzung der Software, die als Download zur Verfügung gestellt wird, berechnet Microsoft lediglich eine Programmgebühr von 100 Dollar pro Unternehmen, die erst nach Abschluss der dreijährigen Nutzungsdauer zu entrichten ist. Neben der Software und dem technologischen Support profitieren die Start-ups auch vom weltweiten Netz der BizSpark-Partner: Investoren, staatliche und private Gründerinitiativen sowie Businessplan-Wettbewerbe stehen den Start-ups beratend zur Seite. Über die internationale Website des Programms wird eine höhere Sichtbarkeit für die Unternehmen gegenüber potenziellen Investoren, Partnern und Kunden geschaffen.
Weltweit wird das Programm von mehreren hundert Netzwerkpartnern begleitet. "Durch das BizSpark-Programm entlastet Microsoft junge IT-Unternehmen finanziell enorm", kommentierte Kerstin Trautmann, Geschäftsführerin von FutureSAX, einem der deutschen Netzwerkpartner. "Das Kapital, das sie sonst für die Entwicklungssoftware aufwenden müssten, können sie jetzt für ihre Kernprojekte verwenden und so ihr Innovationspotenzial besser ausschöpfen."