Mittwoch, 7. Januar 2009 |
Eine Schwachstelle im iPhone erlaubt automatische Anrufe, und russische Werbung preist DDoS-Angriffe auf Telefone an. Ein Computer-Virus hat die IT-Systeme dreier Krankenhäuser in London lahm gelegt, und McAfee und Symantec berichten über eine Zunahme an sich über USB-Sticks und ähnliche Wechselmedien verbreitende Schädlinge. Eine Studie warnt vor realen Schäden in virtuellen Welten, und ein Paper beschreibt das Knacken verschiedener Kopierschutzverfahren für Software. Im Handler's Diary des ISC wird auf eine neue Wep Application Firewall für den IIS hingewiesen, und im Blog von Sophos wird über besonders weit an das Zielgebiet angepassten Spam berichtet.
Das Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie (SIT) hat eine Schwachstelle im iPhone gefunden, durch die eine Webseite automatisch Anrufe durchführen kann. Die Schwachstelle soll Gerüchten zufolge von Apple am heutigen Freitag behoben werden.
Im Handler's Diary des ISC wird über russische Werbung für DDoS-Angriffe berichtet, Angeboten werden auch DDoS-Angriffe auf Telefone. Durch die zunehmende Verbreitung von VoIP könnte daraus eine handfeste Bedrohung werden, schließlich spricht wenig gegen ein Bot-Netz aus VoIP-fähigen Systemen, die dann gezielt immer wieder eine bestimmte Telefonnummer anwählen.
In London hat ein Computer-Virus die IT-Systeme dreier kooperierender Krankenhäuser lahm gelegt. Das berichten u.a. Graham Cluley von Sophos, The Register, die BBC und die Presseabteilung der betroffenen Krankenhäuser.
Sowohl im
McAfee Avert Labs Blog
als auch im
Blog von Symantec
wird über eine Zunahme an sich über USB-Sticks und andere
Wechselmedien verbreitende Schädlinge berichtet. Die nutzen meist die
AutoRun/Autoplay-Funktion, um beim Anschluss eines befallenen Geräts
an einen entsprechend konfigurierten Rechner automatisch gestartet zu
werden. 'Aodrulez' hat ein Paper mit dem Titel 'Java 2 Micro Edition Based
Computer Malware Propagation Technique'
(PDF)
veröffentlicht, in dem er beschreibt, wie über ein Java2ME-Applet die
Speicherkarte eines Mobiltelefons so manipuliert werden kann, das sie
danach beim Anschluss an einen Windows-PC dort über die AutoRun-Funktion
einen Schädling installiert.
Als einfache Gegenmaßnahme gegen alle derartigen Angriffe reicht es aus,
diese Funktion zu deaktivieren.
Eine Studie (PDF) der European Network and Information Security Agency (ENISA) weist auf Gefahren in virtuellen Welten und Onlinespielen hin. Auch virtuelle Güter können gestohlen und zu Geld gemacht werden.
'Livewire' hat eine Anleitung zum Knacken verschiedene Kopierschutzverfahren für Software veröffentlicht (PDF). Wer selbst einen Kopierschutz einsetzt, sollte besser kontrollieren, ob der den beschriebenen Angriffen widersteht oder ob er verbessert werden muss.
Im Handler's Diary des ISC wird auf eine neue Wep Application Firewall für den IIS hingewiesen, die als zusätzlicher Schutz vor den immer mal wieder auftretenden SQL-Injection-Massenhacks dienen kann: WebKnight.
Im Blog von Sophos wird über besonders weit an das Zielgebiet angepassten Spam berichtet: Benutzer aus Großbritannien bekommen im Shop der Spammer nicht nur die eigene Währung und Flagge präsentiert, sondern auch einen eigenen Arzt. Ob die Spammer Marktforschung betreiben und dabei festgestellt haben, das ihr sonst gezeigter Arzt in Großbritannien wenig vertrauenserweckend wirkt?
Carsten Eilers